Lakota – kniffeliger Legespaß für die ganze Familie

Lakota in Lakota - kniffeliger Legespaß für die ganze FamilieBeim Spiel “Lakota” des Kosmos Verlages geht es primär darum, die ca. 6cm langen Holzstäbchen reihum so auf dem runden Spielbrett zu platzieren, dass man am Spielende keine Dergleichen übrig hat. besonders reizvoll ist bei diesem Spiel, ähnlich wie bei JENGA, dass mit minimalistischem Aufwand ein Spiel entsteht.
So simpel wie das Spielmaterial sind auch die Spielregeln. Es wird im Uhrzeigersinn gespielt, wer dran ist, legt ein Stäbchen so auf das Brett, dass kein anderes berührt wird. Schafft man es, eine Brücke durch die Kombination mit schon liegenden Stäbchen zu bauen, ist man erneut dran und kann so auch mehrere Stäbchen loswerden.
Wird durch das Platzieren ein Einsturz der Stäbchen verursacht (in der Praxis eher selten), muss der Spieler alle Stäbchen in seinen Vorrat nehmen. Als Strafe erhält der rechte Mitspieler noch ein Stäbchen aus dessen Vorrat. Auch ein am Rand platziertes Stäbchen, welches vom Spielbrett fällt, zählt als Einsturz. Geprägt durch viele andere Legespiele waren die Spieler von der Idee besessen, einen Turm zu bauen und das entstehende Gebilde somit immer schwieriger zu gestalten. Das war aber nicht Spielziel und meist auch nicht möglich, da das Spiel vorher meist beendet war. Toll ist, dass gerade beim Spiel mit jüngeren Spielern ein gewisses Geschick und eine Kombinationsgabe abgefordert wird. Auch das Entstehen immer neuer und skurriler Gebilde war ansprechend. Was die Spielzeit angeht, kann man von rund 20 Minuten ausgehen. Immer wieder bauten die Spieler aufgrund der sich ergebenden Möglichkeiten auch Brücken für Andere, was den Gemeinschaftscharakter förderte.

Das Spiel beschränkt sich dabei nicht auf eine bestimmte Altersgruppe und kann daher getrost für generationsübergreifende Spieleevents genutzt werden. Im Spiel jung und alt, wurden viele sehr spaßbetonte, allerdings auch kurzweilige Partien gespielt.

Eine Änderung des Regelwerkes brachte mehrfach eine andere Motivation und kam der Idee und dem Wunsch nahe, in die Höhe zu bauen. Hier zeigten sich besonders die jüngeren Spieler sehr kreativ. Eine tolle Variante war beispielsweise, dass jeder Spieler maximal 3 Stäbchen auf der Grundplatte platzieren durfte. Hier dachte man meist an seinen Vorteil, schaffte es aber häufig nicht, den Vorteil für andere Spieler zu “übersehen”. Auch eine mit Klebeband vollzogene Verkleinerung des Spielfeldes brachte andere Anforderungen und Spielspaß mit sich. Immerhin bekam man im Falle eines Zusammenbruchs oder bei “Herunterfallen”, auch der schon gelegten Holzstäbchen, diese zum eigenen Vorrat dazu. Zu gewinnen war dann schwieriger……

Fazit: Ein tolles Spiel für Jung und Alt. Besonders geeignet für ein schnelles und kurzweiliges Spielen, für lange Spieleabende allerdings nur ein “Appetithäppchen”. Ich mag Spiele mit wenig Materialaufwand und einfachen Regeln – dieses Spiel ist eines aus dieser Kategorie und zudem mit einem Preis von rund 20 Euro schonend für den Geldbeutel.

 

Mehr Infos: www.kosmos.de

 

 

 

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Marcus Lüpke

Der Autor ist Lehrender, freier Foto- und Videojournalist, Spieletester, Buchautor, Referent, Dozent und medienpädagogischer Berater.
In seiner Freizeit kombiniert er sein Wissen mit Outdoor- und Erlebnissport.
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