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Kosmos Concept car – tolle Idee, schwach umgesetzt…..

Conceptcar1-300x182 in Wow, ein Auto, welches bausatzmäßig zusammen gebaut wird und dann per Tablet oder Smartphone gesteuert werden kann. Klingt doch super, zumal hier die Nähe zu einem großen Automobilhersteller das Interesse an Fahrzeugtechnik bei Kindern provoziert.

Der Bausatz mit 4 Elektromotoren war stimmig verpackt und weckte beim Testobjekt -männlich, 8 Jahre alt, legoerfahren- große Erwartungen. Hiobsbotschaft vorweg: Leider konnten diese dann  letztlich nicht erfüllt werden, denn die große Motivation und der Spaß während des Zusammenbauen war schnell verschwunden, als es in die Testphase ging oder besser gehen sollte – denn sie fand nicht statt.

 

Schlecht ersichtlich war nach viele Fehlversuchen beim Herunterladen und Aktivieren der dazugehörigen App in der Bedienungsanleitung dann zu lesen, dass das Fahrzeug nur mit I-Phone und I-Pad zu steuern ist. Mooooment, stand da auf der Verpackung nicht etwas von “Spielspaß mit Tablet oder Smartphone” –  Richtig, aber leider nur mit Apple-Produkte. Eine weiterführende Testphase, die sich nach dem Erwerb eines teuren Appleproduktes hätte anschließen können, fiel entsprechend aus. Die Spieletester waren frustriert und das Concept Car wurde “verbannt”. Daher kann hier nur gesagt werden:

1. Zusammenbau, Montage etc. machen Spaß

2. App scheint ausgereift, ebenso das Angebot und Downloaden per Internet über Smartphone & Tablet

3. Die reine Zentrierung auf Apple-Produkte ist sicher nicht nur marktwirtschaftlich eine “6”. Wollte man die Kunden mit reinen Android-Systemen nicht teilhaben lassen?

Conceptcar2-300x217 in Fazit: Die reine Apple-Zentrierung auf ein solch grundsätzlich innovatives Spielprodukt ist nicht nachvollziehbar und ebenso wenig tolerierbar. Das hätte man im Vorfeld doch erkennen müssen? Für rund 90 Euro kann an dieser Stelle eine Empfehlung mit Einschränkungen nur an die Besitzer von Apple-Produkten gegeben werden. Alle Anderen, Millionen Besitzer von Android-Tablets und Smartphones sollten hier nicht zugreifen – macht keinen Sinn.

 

Lakota – kniffeliger Legespaß für die ganze Familie

Lakota in Beim Spiel “Lakota” des Kosmos Verlages geht es primär darum, die ca. 6cm langen Holzstäbchen reihum so auf dem runden Spielbrett zu platzieren, dass man am Spielende keine Dergleichen übrig hat. besonders reizvoll ist bei diesem Spiel, ähnlich wie bei JENGA, dass mit minimalistischem Aufwand ein Spiel entsteht.
So simpel wie das Spielmaterial sind auch die Spielregeln. Es wird im Uhrzeigersinn gespielt, wer dran ist, legt ein Stäbchen so auf das Brett, dass kein anderes berührt wird. Schafft man es, eine Brücke durch die Kombination mit schon liegenden Stäbchen zu bauen, ist man erneut dran und kann so auch mehrere Stäbchen loswerden.
Wird durch das Platzieren ein Einsturz der Stäbchen verursacht (in der Praxis eher selten), muss der Spieler alle Stäbchen in seinen Vorrat nehmen. Als Strafe erhält der rechte Mitspieler noch ein Stäbchen aus dessen Vorrat. Auch ein am Rand platziertes Stäbchen, welches vom Spielbrett fällt, zählt als Einsturz. Geprägt durch viele andere Legespiele waren die Spieler von der Idee besessen, einen Turm zu bauen und das entstehende Gebilde somit immer schwieriger zu gestalten. Das war aber nicht Spielziel und meist auch nicht möglich, da das Spiel vorher meist beendet war. Toll ist, dass gerade beim Spiel mit jüngeren Spielern ein gewisses Geschick und eine Kombinationsgabe abgefordert wird. Auch das Entstehen immer neuer und skurriler Gebilde war ansprechend. Was die Spielzeit angeht, kann man von rund 20 Minuten ausgehen. Immer wieder bauten die Spieler aufgrund der sich ergebenden Möglichkeiten auch Brücken für Andere, was den Gemeinschaftscharakter förderte.

Das Spiel beschränkt sich dabei nicht auf eine bestimmte Altersgruppe und kann daher getrost für generationsübergreifende Spieleevents genutzt werden. Im Spiel jung und alt, wurden viele sehr spaßbetonte, allerdings auch kurzweilige Partien gespielt.

Eine Änderung des Regelwerkes brachte mehrfach eine andere Motivation und kam der Idee und dem Wunsch nahe, in die Höhe zu bauen. Hier zeigten sich besonders die jüngeren Spieler sehr kreativ. Eine tolle Variante war beispielsweise, dass jeder Spieler maximal 3 Stäbchen auf der Grundplatte platzieren durfte. Hier dachte man meist an seinen Vorteil, schaffte es aber häufig nicht, den Vorteil für andere Spieler zu “übersehen”. Auch eine mit Klebeband vollzogene Verkleinerung des Spielfeldes brachte andere Anforderungen und Spielspaß mit sich. Immerhin bekam man im Falle eines Zusammenbruchs oder bei “Herunterfallen”, auch der schon gelegten Holzstäbchen, diese zum eigenen Vorrat dazu. Zu gewinnen war dann schwieriger……

Fazit: Ein tolles Spiel für Jung und Alt. Besonders geeignet für ein schnelles und kurzweiliges Spielen, für lange Spieleabende allerdings nur ein “Appetithäppchen”. Ich mag Spiele mit wenig Materialaufwand und einfachen Regeln – dieses Spiel ist eines aus dieser Kategorie und zudem mit einem Preis von rund 20 Euro schonend für den Geldbeutel.

 

Mehr Infos: www.kosmos.de