Die Trabantenstadt – limitierte Sonderausgabe

801207_asterix-nr.-17_sonde1971, das war das Veröffentlichungsjahr eines meiner Lieblingsalben aus der Asterix & Obelix-Reihe (deutsche Version 1974). Die Römer rücken neuzeitlich an, um eine Stadt für die Bürger Roms im Wald des bekannten Widerstandsnestes in Gallien bauen.

PSX_20150114_194214
Der Bau der Trabantenstadt fordert erste Opfer – Was tun?

In der nun publizierten Sonderausgabe finden interessierte Leser 16 zusätzliche Sonderseiten mit unglaublich viel Hintergrundinformationen rund um die Thematik und die Entstehung des Heftes. Dabei werden die beiden „Erfinder“ – Goscinny und Uderzo ebenso beleuchtet wie viele kleine und mitbdachte Liebhabereien, die einem beim Verschlingen, ähhhh Lesen der Geschichte nicht sofort ins Auge springen. Wer weiß schon, dass der beliebte Idefix erst im Band „Tour de france“ seinen ersten Auftritt hatte.

PSX_20150114_194432
Im Rom teurer? Das lässt sich ein Geschäft machen

„Die Trabantenstadt“ passt dabei, ebenso wie auch schon 1971, perfekt in die heutige Zeit. Der Raubbau an der Natur, das kompromisslose Ausbeuten unserer wichtigen natürlichen Ressourcen, das Ausbeuten von Menschen (Sklaverei) oder Grundlagen unserer heutigen Marktwirtschaft wie Preispolitik oder Werbung werden neben vielen anderen gesellschaftskritischen Aspekten witzig auf den Punkt gebracht.

PSX_20150114_195510
Die römischen Sklaven begehren auf, wer soll dann die Stadt bauen?

Sogar die im Wald heimischen Tiere müssen wie die Nomaden umherziehen, bis sie wieder eine Bleibe finden. Hier lässt sich ein toller Bezug zu unserer allumfassenden Urbanisierung herstellen. Aber keine Angst, am Ende sitzen alle Gallier wieder beisammen. Unsere Helden finden natürlich eine Lösung für die Probleme. Sogar die Waldtiere, sonst aus bekanntem Grund in gebührendem Abstand zu den Galliern zu finden, sitzen beim Schlussbanquette mit in der Runde. Der Wald ist gerettet – toll!

Mehr Infos zum Heft beim der Egmont Ehapa Media GmbH

Marcus Lüpke

CC BY-NC 4.0 Die Trabantenstadt – limitierte Sonderausgabe von Marcus Lüpke ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell 4.0 international.