Praxistest Premium Meerforellenrute Troutwerk „Thors Hammer“

Die Firma Troutwerk ist ja bekannt für ihre unschlagbar erfolgreichen Forellen- und Meerforellenköder.  Im Gespräch teilte mir der Inhaber und Produktentwickler Björn Metzge mit, dass man nun ein neues Kapitel bei der Forellen- und Meerforellenangelei aufgeschlagen hat: Thors Hammer – was sich dahinter verbirgt  folgt im weiteren Text.

Schon vorab fällt beim haptischen Vergleich mit anderen   Ruten das geringe Gewicht auf. Mit rund 180 Gramm ist Thors Hammer  ca. 30 bis 50g leichter als die meisten Ruten der Konkurrenz.  Wer schon einmal einen ganzen  Tag der Meerforelle nachgestellt hat, der weiß, dass das ein wichtiges Kriterium für eine weniger verspannte Rücken- und Rumpfmuskulatur sein wird.

Thors Hammer ist sauber und attraktiv gewickelt und verarbeitet. Bis in die Rutenspitze hinein finden sich lumineszierende Wickleanteile, die in der Dämmerung leuchten..

Optisch kommt Thors Hammer ganz anders daher, als die üblichen Verdächtigen. Dies liegt an der plasmabeschichteten Edelstahlberingung – in Regenbogenoptik spiegeln sich die Metallringe in der Sonne, schön anzuschauen und praktisch: Die Plasmabeschichtung  macht den Ring unanfälliger für Beschädigungen und man verzichtet bei der Produktion auf die sonst üblichen Keramikringeinlagen, welche nicht selten durch feine Risse für den nichtgewollten Schnurbruch sorgen.

Die plasmabeschichtete Edelstahlberingung in einer guten Größe läßt die Schnur fein hindurchgleiten – große Wurfweite scheint garantiert.

Die Rute lädt sich wunderbar auf und befördert im Praxistest die Köder im Gewichtsbereich  bis 20 Gramm   gut ins Wasser.  Das angegebene Wurfgewicht ist zwar mit  maximal 25 grundsätzlich relativ hoch, trotzdem bleibt man mit Thors Hammer im Finessebereich des Meerforellenangels. Die Konkurrenz sieht da nämlich andere  Gewichtsbereiche bis 45g vor. Björn erklärt mir  aber den Grund: Thors Hammer ist ganz genau auf die im Hause hergestellten Inlineblinker „Thor“, „Loki“ etc. abgestimmt, diese sind nicht schwerer. „Mit einem steifen Stock lassen sich die Köder nicht optimal werfen und führen“, so Metzge.

Einen guten Fisch gab es beim ersten Test zwar nicht, aber  vom Feeling her darf das nicht allzu lang dauern, dann wird gedrillt.

Einhängeöse für die Köder darf nicht fehlen

Fazit: Eine auf die Troutwerk-Köderrange optimal abgestimmte, sehr leichte und feine Premium-Meerforellenspinnrute   in sehr ansprechender Optik.

Durch aus Kork und (!) EVA-Anteilen gefertigte Griff ist griffig, ich hätte mir einen von unten verschraubbaren Griff gewünscht – aber jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Wunsch: Mir persönlich gefällt der von oben verschraubbare Griff nicht, da bevorzuge ich von unten verschraubbare Rollenhalter. Das ist aber natürlich bei Jedem anders und soll hier nicht nachteilig in den Test einfließen. Alle Infos: Troutwerk

 

 

 

Marcus Lüpke

CC BY-NC 4.0 Praxistest Premium Meerforellenrute Troutwerk „Thors Hammer“ von Marcus Lüpke ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell 4.0 international.